Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
COXITIS
chronische
Hüftarthritis
Die spezielle Schmerztherapie verfügt über eine sehr hilfreiche Therapiemethode, die nicht nur den Schmerz sondern auch die Ursache erfolgreich behandelt (siehe weiter unten).
Das Hüftgelen k (Articulatio coxae) ist ein sog. Napfgelenk (Articulatio cotylica) für Beuge-, Streck-, Abduktions- (= seitwärts wegführen von der Körperachse), Adduktions- (= an die Körperachse heranführen) und Kreiselbewegungen des Beines. Die Gelenkkapsel ist durch kräftige Bänder verstärkt (die Ligamenta ilio-, ischio- und pubofemorale).
Eine Coxitis wird auch als Coxarth ritis, Hüftarthritis oder auch Hüftgelen karthritis (Hüf tgelenksarthritis) bezeichnet. Der Begriff Coxitis steht für eine En tzündung im Hü ftgelenk.
Die Symptome (= Krankheitszeichen) einer Coxitis sind meist Schmerz en, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegung seinschränkung im Hüf tgelenk. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen), Gelenkerguß (= Flüssigkeit im Gelenk) oder zu einem Gelenkempyem (= Eiteransammlung im Gelenk) kommen. Im Verlauf einer chronische n Coxar thritis (= über einen längeren Zeitraum bestehenden Kniearthritis) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelen kes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (= die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (= Verkürzungen bestimmter das Gelen k umgebender Weichteilstrukturen, die zu einer Bewegungseinschränkung des Gelen kes führen) und Ankylosen (= Gelen kversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de). Auch die Hüf tarthrose ist eine Spätfolge der Hüftgelen ksarthritis.
Die verschiedenen Coxitis - Formen:
· Coxitis fugax: Eine vorübergehende abakterielle (= nicht von Erregern verursachte) Reizung des Hüftgelen ks. Häufiger bei Kindern vorkommend, teilweise auch als Begleiterscheinung bei Infektionskrankheiten.
· Coxitis rheumatica: rheumatischer Entzündungszustand des Hüftgelen ks, oft beiderseitig auftretend und führt zu Gelenkzerstörungen.
· Coxitis sympathica: tritt als Folge von hüftgelenknahen Erkrankungen auf, so z.B. bei Osteomyelitis (= Knochenentzündung) oder einem Tumor.
· Coxitis purulenta (= eitrige): Nicht selten nach Verletzungen, aber auch im Rahmen bestimmter Infektionskrankheiten. Diese Form führt zu einer Zerstörung des Hüftkopfes.
· Coxitis tuberculosa: Gelenktuberkulose des Hüftgelen ks. Dieses Gelen k ist bei bei einer Gelen k-Tbc des Kindesalter am häufigsten betroffen. Es kommt zu einer fortschreitenden Knochenzerstörung.
· Coxitis syphilitica: syphilitische Affektion (= Störung, Erkrankung) des Hüftgelen ks.
· Coxitis gonorrhoica: Eine Komplikation der Gonorrhö (= eine Geschlechtskrankheit).
· Bei der Säuglings coxitis handelt es sich um eine eitrige Hüftgelenksen tzündung, meist als Folge einer metastatischen (= durch Aussaat entstandenen) Osteomyelit is (= Knochenen tzündung) der rumpfnahen Femurepiphyse (= Gelenkende des Oberschenkelknochens mit dem sich darin entwickelnden Knochenkern).
Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin eine Coxitis (Hüftarthritis), so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Eine länger bestehende, chronische Coxitis erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierten Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei einer chronischen Hüftarthritis sind dies:
1. Information über die Erkrankung
2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubun gsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
4. Akupunktur
5. Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
6. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
7. Physiotherapie bei Funktionseinbußen und Muskelverspannungen (z.B. Krankengymnastik und Anwendungen, evtl. Gehschule)
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig)
und subakut (= eher schleichend verlaufend)
können bei Coxitis zunächst (vorwiegend) peripher
wirkende
Analgetika (=
Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang
wirkende und
magen schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem
Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer.
Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt
genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor. Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien (=
Mittel zur Entspannung von
Muskeln)
(z.B. Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika (z.B.
Tramadol, Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin)
(= im Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Zur Behandlung einer chronische
n Coxitis (Hüftarthritis)
eignet sich vorzüglich die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubun
gsmittel)
in Form einer
kontinuierlichen, temporären
(= vorübergehenden, zeitlich begrenzten)
Blockade des
Plexus lumbalis mittels eingepflanztem Katheter (= dünner Kunststoffschlauch).
Die das Hü
ftgelenk versorgende Ner
ven stammen aus dem sog. Ple
xus l
umbalis
(= Nervengeflecht der Le
nde).
Dieser Ple
xus kann über den Nervus femora
lis
(= vorderer Oberschenkelnerv),
der selbst dem Ple
xus l
umbalis entstammt, betäubt werden. Der
dünne Kunststoffschlauch (Katheter) wird deshalb etwas unterhalb der Leis
te an den vorderen Oberschenkelnerv
gelegt, und zwar genau in dessen Ner
venscheide
(= Gewebsumhüllung der Nervs). Während nun das verdünnte, ör tliche Betäubun
gsmittel mehrmals täglich in den Katheter eingespritzt wird, wird der
Oberschen
kel mit einer Manschette unterhalb der
Kathetereinstichstelle abgestaut. Auf diese Weise wird das eingespritzte ör
tliche Betäubun gsmittel innerhalb
der Ner
venscheide nach oben „getrieben“ und betäubt
dann zusätzlich den Ple
xus l
umbalis und damit auch das Hü
ftgelenk.
· Neben der gewünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung kommt es bei dieser Methode auch zu einer Sympath ikolyse (= Aufhebung der Wirkung eines Teils des unwillkürlichen Nervensystems), die zu einer kräftigen Durchblutungssteigerung führt, wie man dies systemisch medikamentös (= Medikamente, die über den Mag en zugeführt oder eingespritzt werden und dann im ganzen Körper wirken) nie erreichen kann und unter einer guten Durchblutung heilen En tzündungen und damit auch eine Coxitis (Hüftarthritis) i. d. R. sicher ab.
Das ör tliche Betäubun gsmittel wird bei dieser Blockademethode so verdünnt, dass die Muskelkraft weitgehend erhalten bleibt und so begleitend eine sinnvolle Krankengymnastik möglich ist, bzw. oft erst möglich wird.
Daß Lokalanästhetika (ör tliche Betäubun gsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Laut Bundesregierung (http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundhe itssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st) haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen und Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf, in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zu einem 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: http://www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht2 und vom Sozialgericht Köln erging eine entsprechende, einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerz.com/schmerze n/sozialgericht3.
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Aktualisiert:>22.05.2008</>
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Syndrom des
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Carpaltunnel, Syringomyelie
(www.syringomyelie.com)
T
Tarsaltunnelsyndrom (www.tarsaltunnelsyndrom.de),
Temporomandibuläre
Dysfunktion,
Tendinitis (www.tendinitis.de),
Tendomyose,
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(www.tennis-ellenbogen.de),
Tenosynovialitis,
Thalamusschmerz
(www.thalamusschmerz.de),
Thoracic-outlet-Syndrom (www.thoracic-outlet-syndrom.de),
thorakaler Bandscheibenvorfall,
Thorakalgie,
Thrombangitis (www.thrombangitis.de),
Tibialis anterior-Syndrom
(www.tibialis-anterior-syndrom.de),
Tinnitus (www.tin-nitus.de),
Tolosa-Hunt-Syndrom,
Tortikollis
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